Defibrilator 2010

 

Defibrillator als Lebensretter im Supermarkt

 

Der sog. "plötzliche Herztod" ist Todesursache Nr. 1 in der westlichen Welt und kann jeden treffen. Ob Frauen, Männer jeder Altersgruppe, auch Jugendliche und Leistungssportler. Allein in Deutschland sterben weit über 100.000 Menschen außerhalb von Krankenhäusern an einem plötzlichen Versagen der Herzfunktion.

Am häufigsten liegt dem Herzstillstand ein Herzinfarkt oder eine Herzrhythmusstörung zu Grunde. In der weit überwiegenden Zahl der Fälle tritt nach heutigen Erkenntnissen ein sog. Kammerflimmern auf, aufgrund dessen das Herz nicht mehr in der Lage ist, den Transport des Blutes bzw. Sauerstoff zu den lebenwichtigen Organen zu gewährleisten.

Jede Sekunde zählt! Dem Betroffenen muss möglichst schnell geholfen werden. Jede Minute, die ungenutzt vergeht, vergrößert die Gefahr von Folgeschäden und die Überlebenschancen nehmen rasch ab.

Wissend um diese Problematik kam Michael Wandrei, Geschäftsleiter vom Edeka Markt Hermannsburg in Rücksprache mit dem ortsansässigen Allgemeinmediziner Dr. Arlt, auf die einmalige Idee - Hilfe im Supermarkt für alle zugänglich und leicht zu bedienen- Anzubieten.

Dies kleine Gerät, verfügbar ähnlich wie auf Bahnhöfen, in Flugzeugen, finden sie ab Mitte September 2010 im Edeka Markt in Hermannsburg.

Der "Automatisierte Externe Defibrillator" kurz AED genannt, ist ein leicht zu bedienendes Gerät, das nach dem Einschalten alle notwendigen Tätigkeiten akustisch klar und unmissverständlich vorgibt.

Die Anbringung der Elektroden ist genau bezeichnet und gibt detailliert vor, was der Bediener zu tun hat und das Gerät erklärt auch, was es selber tut.

Falls ein lebensgefährliches Herzrasen vorliegt, fordert das Gerät zur Defibrillation (Elektroschock zur Herzaktivierung) per Tastendruck auf.

Die Bedienung eines AED´s ist schneller und einfacher zu erlernen als die Bedienung eines neu gekauften Fernsehgerätes. Somit kann jeder helfen und Hermannsburg ist in Sachen Gesundheit / Lebensrettung mal wieder ein Stück weiter gekommen!

Quelle: Ute Rosin